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10. Jan. 2010

Vineta – das Schicksal eines Workaholics

Die Jumping Horse Film – Produktion von Frank Kaminski und Ulrich Stiehm gelang im Jahr 2008 in die Kinos. Das Drehbuch schrieb Regisseurin Franziska Stünkel nach dem preisgekrönten Theaterstück “Republik Vineta” von Moritz Rinke, uraufgeführt im Jahr 2000 am Thalia Theater in Hamburg. Stünkel führte auch Regie, die eindrucksvollen Bilder lieferte Kameramann Carsten Thiele.

Eindringlich wird die Geschichte des selbstzerstörerischen Workaholic Sebastian Färber erzählt. Alle Warnungen und Bitten aus seinem Umfeld führen genauso wenig zur Einkehr und Mäßigung wie letztendlich der Zusammenbruch bei der Arbeit. Kaum der Klinik entronnen, nimmt Architekt Färber direkt den nächsten Auftrag an, welcher ihn für das Projekt “Vineta” in eine einsame Villa führt. Es geht um den Entwurf einer Zukunftsstadt auf der Insel Vineta. Mit Unterstützung des Projektleiters gerät Färber immer stärker in Konkurrenz mit dem zweiten Architekten Dr. Lutz Born. Immer mehr erhärtet sich der Verdacht Färbers, dass das Projekt nicht das ist, als was es ausgegeben wird. Insbesondere nach dem vermeintlichen Unfalltod des Mitarbeiters Montag, welcher Färber gegenüber entsprechende Andeutungen machte, entdeckt der Workaholic mit Nina, der schönen Assistentin des Projektleiters Dr. Leonard, das wahre Ziel des Projektes Vineta.

Vineta ist trotz der Thrillerkomponenten vor allem die eindringliche Studie eines vom Arbeitswahn Besessenen.
Der Film entstand unter der Regie und nach dem Drehbuch von Franziska Stünkel. Der Film wurde auf zahlreichen Festivals aufgeführt und vierfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er den Otto-Sprenger-Preis.

Als Färber brilliert Peter Lohmeyer. Ullrich Matthes spielt den Projektleiter, seine Assistentin Nina gibt Susanne Wolff und den Born Justus von Dohnányi. Last but not least spielt Kristina Kaarst Färbers Tochter Himalaya.

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