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10. Jan. 2010

Der Film Das wilde Leben, unter der Regie von Achim Bornhak, hatte zwar bereits 2007 seinen deutschen Kinostart, ist aber immer noch einen Filmabend wert, zumal es inzwischen den Film auch auf DVD gibt.
In 114 Minuten abwechslungsreichem Filmerlebnis wird ein humorvoller, teils bissiger Einblick in das turbulente Leben der Hippie-Ikone Uschi Obermaier (Natalie Avelon) gewährt. Obwohl Uschi Obermaier weder politisch noch auf philosophischer Suche nach neuen Werten ist, gerät sie durch ihren unersättlichen Erlebnishunger in den Strudel der Umbrüche der 60er Jahre. Sie verlässt ihr bürgerliches Leben in München und wird Fotomodell. In der Kommune 1 mit Rainer Langhans (Matthias Schweighöfer) gibt sie sich der freien Liebe hin. Es ist schon nicht frei von Ironie, die gestylte Uschi neben dem Kommunarden, dem jede Wertlegung auf Äußerlichkeiten fremd ist, zu sehen.

Von einem Ereignis zum anderen taumelnd, lässt Uschi nichts aus, weder wilde Nächte, noch Drogen. Sie verkehrt schließlich sogar mit Idolen wie Mick Jagger (Victor Norén) und Keith Richard (Alexander Scheer).
Als schließlich das schwindelerregende Auf und Ab sie nicht mehr zufrieden stellt, macht sie sich mit der Kiezgröße Dieter Bockhorn (Davod Scheller) in einem Bus auf Weltreise.

Der Film darf weder als direkte Biographie der Hauptperson, noch als lückenloses Spiegelbild der Entwicklungen in den späten 60er Jahre gesehen werden. Viele Ereignisse aus Obermaiers Leben kommen nicht zum Tragen, andere Passagen sind der Fantasie näher als der damaligen Realität. Doch der Film ist bis zum Ende sehr unterhaltsam und gewährt, trotz seiner Drehbuchfreiheiten, sehenswerte Einblicke in die damalige Zeit.

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